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Konzeption unserer Therapie- und Lebensgemeinschaft |
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Grundlage unserer Arbeit ist das Zusammenleben von Mitarbeitern und Behinderten in einem gemeinsamen Wohn- und Lebensbereich. Wir orientieren uns an den Bedürfnissen des Einzelnen, den wir als seelisch- geistiges und gesellschaftliches Individuum verstehen. In den Lebensgemeinschaften richten sich Pädagogik und Therapie nach dem Einzelnen, denn oft ist der Betreute daran gescheitert, daß er sich den Lebensbedingungen nicht anvertrauen konnte. Erst wenn seine Persönlichkeit gefestigter ist, erst wenn Vertrauen entstehen konnte, wird der Behinderte seine Verhaltensschwierigkeiten aufgeben und zu einem Mitglied der Gemeinschaft werden können. Unsere konzeptionellen Erkenntnisse werden in der praktischen Arbeit an den von uns aufgenommenen Menschen entwickelt und verändert. Im Zentrum unserer Bemühungen steht der Aufbau von Gruppen für Behinderte, die durch das Zusammenleben mit den nicht behinderten Mitarbeitern den Behinderten ermöglichen aus ihren tiefen Krisen herauszukommen, wieder Freude am Leben zu bekommen, einen Arbeitsplatz zu finden und halten, sowie eine längerfristige psychiatrische Behandlung und Unterbringung zu vermeiden. Desweiteren orientieren wir uns an den Konzepten der Anthroposophie und den Ansätzen milieutherapeutischer Einrichtungen auf psychoanalytischer Grundlage von Bruno Bettelheim. Unser Ziel ist es dann für den gesamten Lebenslauf der autistisch und geistig behinderten Menschen dazusein, ihr Verhalten zu stabilisieren. Desweiteren sehen wir es als unsere Aufgabe an, die Betreuten in eine Werkstatt für Behinderte oder ähnliche Arbeitsplätze zu integrieren. Abschließend können wir feststellen, daß diese Ansätze sich in unserer 15jährigen Arbeit bewährt haben.
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