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Aufnahme
einer 29-jährigen Frau aus der psychiatrischen Abteilung
eines Krankenhauses
Da
anhand der ausführlichen Konzeption und Einzelberichte
unsere pädagogische Arbeit deutlich wurde, begrenze ich nun
meine Ausführungen auf die Beschreibung der
Aufnahmesituation und das heutige Befinden.
Diagnose: Geistige
Behinderung auf Grund frühkindlichen Hirnschadens,
ausgebliebene Sprachentwicklung (Papa, Mama, Nein), geringes
Sprachverständnis, Hilfe beim An- und Ausziehen, tägliche
Körperpflege, kein selbständiges Versorgen, Störungen
in der Feinmotorik, allgemeine Antriebsschwäche.
Wohnte
bis 1992 im Elternhaus; schwere Krise, Störungen des
Schlafrhythmuses, starke Unruhezustände, ständiges Hin-
und Herlaufen, lautes Schreien und Klagen, aggressive
Verhaltensweisen gegen Gegenstände und vor allem gegen die
Mutter, im Krankenhaus hohe Medikamentengabe ohne Veränderung
des Verhaltens. Direkte Herausnahme aus der Psychiatrie, da
sonst lebensbedrohliche Zustände drohten, durch intensive
mehrwöchige einzeltherapeutische Betreuung in unserem Hause
(rund um die Uhr) Stabilisierung erreicht; nach der
Stabilisierung behutsame Wiedereingliederung in die Werkstatt,
keine Psychiatrieaufenthalte mehr, bis heute Erhalt des
Arbeitsplatzes in der Werkstatt.
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