bis Januar 1970
Kinderarzt
Überwiesen vom Kinderarzt an eine
Nervenärztin
Februar
1970
Vorstellung bei einem Diplom-Psychologen
März
1970
Überweisung in eine Kinderklinik
Januar 1971
erneute
Vorstellung in der Kinderklinik
Von der Kinderklinik
Überweisung an einen Hals-Nasen-Ohrenarzt, der eine
Hörprüfung vornehmen soll
Februar
1971
Untersuchung beim Hals-Nasen-Ohrenarzt, der eine
Überweisung an die Düsseldorfer Klinik - Abteilung
Kinderaudiologie - ausstellt.
März
1971
Vorstellung in der Klinik Düsseldorf
Termin für
eine Hörprüfung unter Narkose im Mai 1971
18. Mai
1971
Hörprüfung
Ergebnis: Mittelgradige
Schwerhörigkeit wird festgestellt, Hörgerät soll
getragen werden
September
1971
Kindergartenuntersuchung im Gesundheitsamt. Es wird zur
weiteren Fortbildung des Kindes empfohlen, die Schule für
Schwerhörige und Gehörlose in Wuppertal aufzusuchen
Oktober 1971
Termin
in der Schwerhörigenschule in Wuppertal, in einem Test wird
festgestellt, daß von einer mittelgradigen Schwerhörigkeit
nicht gesprochen werden kann, da das Kind sogar auf
Flüstersprache reagiert. Man schlägt vor nochmals ein
EEG machen zu lassen und zwar in der Kinderklinik in Wuppertal.
November 1971
EEG
in der Kinderklinik Wuppertal. Das EEG war ohne Befund, jedoch
Rückfrage bei der Klinik in Düsseldorf mit der Bitte
um Überprüfung der Bedenken, Rückantwort: Das
bisherige Ergebnis würde in Ordnung gehen. Darauf eine
Empfehlung der Klinik Wuppertal zur Frühsprachenerziehung
in der Schwerhörigenschule in Düsseldorf.
Dezember 1971
Zusage
der Schwerhörigenschule in Düsseldorf bis August 1972
einmal wöchentlich eine Sprachtherapie durchzuführen
August 1972
Aufnahme
in den Kindergarten der Schwerhörigenschule in Düsseldorf
Januar
1973
psychomotorisches Gruppenturnen im Förderzentrum
für körperbehinderte Kinder in Düsseldorf, da
eine Störung in der Feinmotorik erkannt wird
September
1973
Aufnahme in der Vorschulklasse der Schwerhörigenschule,
dort macht das Kind nur kleine Fortschritte, so daß eine
Einschulung nach einem Jahr noch nicht in Frage kommt.
September 1975
Besuch
der Schule für Lernbehinderte in Langenfeld, Untersuchung
im Kinderzentrum in München
14.06.1977
Auftreten
eines Krampfanfalles in der Schule, Einlieferung in die
Lukasklinik in Solingen, 2-wöchiger Aufenthalt
10.08.1978
Einschulung
in eine Schule für Behinderte in Wuppertal
1985
Unterbringung
in einer Einrichtung für autistisch Erwachsene
1994
Wechsel
in unsere Einrichtung , starkes Rückzugsverhalten, sehr
aufs Bett orientierter Mann, keinen Kontakt zur Gemeinschaft,
starke Fixierung auf die Mitarbeiter, in Einzelsituation
ansprechbar und zu Antworten in der Lage, Besuch einer
Behindertenwerkstatt, arbeitet heute im Holzbereich,
kontaktfreudig, autistische Züge nur noch bei fremden
Personen zu erkennen, innerhalb der Gemeinschaft voll
integriert, hatte eine Liebesbeziehung zu einer leicht geistig
behinderten Frau, was jedoch vor kurzem in die Brüche ging.
Sprache und Feinmotorik hat sich nun normal entwickelt, so daß
keine Anomalien mehr feststellbar sind. Der autistisch
Behinderte spricht heute teilweise über sein übersensibles
Körperempfinden, was bei normalen Berührungen einem
Schmerzempfinden gleichkommt. Nimmt an allen Veranstaltungen des
gesellschaftlichen Lebens in Begleitung ohne Schwierigkeiten
teil.