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Praxisberichte vier autistischer und vier geistig behinderter Menschen |
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DiagnoseStarkes autistisches Verhalten bei schwerer geistiger Behinderung sowie an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit und leichte spastische Displegie in den Beinen
Äußeres ErscheinungsbildDer junge Mann ist 22 Jahre alt und wiegt derzeit 55,5 kg. Er hat kräftiges, mittelbraunes Haar und ist von fester Statur. Sein körperlicher Entwicklungsstand ist nicht ganz altersentsprechend, er wirkt eher wie ein 14/15-jähriger. Auffallend ist sein starker Zehenspitzengang mit beiderseits angewinkelten Beinen sowie in Brusthöhe ständig ineinander verschränkten Händen.
Lebenspraktischer Bereich
Verständigungsvermögen Er ist nicht in der Lage, einfachste Aufforderungen und Anweisungen aufgrund seiner Taubheit zu verstehen und diesen auch nachzukommen. Sprache ist keine vorhanden. Gestik und Mimik wird von Ihm nicht eingesetzt.
Emotionaler Bereich Er verfügt über ein verschlossenes, mißmutiges Wesen und ist ständig starken Stimmungsschwankungen unterworfen. So kann er z.B. von einer Minute auf die andere in wütendes Geschrei wechseln und sich auf den Boden zu werfen, wobei es häufig zu massiven autoaggressiven und aggressiven Handlungen kommt. Ärger und Wut kann er sehr gut zum Ausdruck bringen.
Sozialer Bereich
Freizeit Innerhalb der Gruppe beschäftigt er sich aufgrund seiner autistischen Verhaltensweisen mit sich selbst. So läuft er beispielsweise stundenlang in den Zimmern der anderen Mitbewohner herum, dreht auch wahllos Wasserkräne auf und trinkt daraus. Er sieht außerdem auch gerne Fernsehen. Außerhalb des Hauses nimmt er gerne an Spaziergängen teil, wobei er ständig Blätter und Gräser sowie Zigarettenstummel ißt. Mehrmals in der Woche nimmt er mit viel Spaß an therapeutischem Reiten teil, und geht öfter schwimmen. Abschließend möchten wir folgendes feststellen: Der junge Mann zeigt Verhaltensweisen wie plötzlich auftretende Aggressionen mit Schreien und Zornen, sowie Autoaggressionen in Form von sich mit den Fäusten gegen den Kopf schlagen, sich in die Hände beißen oder mit dem Kopf gegen die Wand schlagen, leichtere Aggressionen gegen Personen in Form von Beißen und Kneifen. Darüberhinaus doch noch wesentlich pflege- und betreuungsintensive Verhaltensweisen wie das ständige Einkoten und Einnässen, wahloses Trinken und Essen (auch von giftigen Flüssigkeiten) Geringer Nachtschlaf mit zum Teil zertrümmern von kleineren Gegenständen in seinem Zimmer, zielloses Laufen auch aus dem Haus ohne Tendenzen zu zeigen wieder alleine zurückzukommen. Er besucht tagsüber - jedoch nicht regelmäßig - eine Schule für Geistigbehinderte.
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